Allgemeine Geschäftsbedingungen (Verkaufsbedingungen)

I. Geltungsbereich/Vertragsschluss


1.  Aufträge werden ausschließlich auf der Grundlage nachfolgender Bedingungen ausgeführt.

2.  Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen werden, selbst bei Kenntnis, nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ihrer Geltung wird ausdrücklich schriftlich zugestimmt.  

II. Preise

1.  Die im Angebot des Auftragnehmers genannten Preise gelten unter dem Vorbehalt, dass die der Angebotsabgabe zugrunde gelegten Auftragsdaten unverändert bleiben, längstens jedoch vier Monate nach Eingang des Angebotes beim Auftraggeber. Bei Aufträgen mit Lieferung an Dritte gilt der Besteller als Auftraggeber, soweit keine anderweitige ausdrückliche Vereinbarung getroffen wurde. Die Preise des Auftragnehmers enthalten keine Mehrwertsteuer. Die Preise des Auftragnehmers gelten ab Werk. Sie schließen Verpackung, Fracht, Porto, Versicherung und sonstige Versandkosten nicht ein.

2.  Nachträgliche Änderungen auf Veranlassung des Auftraggebers einschließlich des dadurch verursachten Maschinenstillstandes werden dem Auftraggeber berechnet. Als nachträgliche Änderungen gelten auch Wiederholungen von Probeandrucken, die vom Auftraggeber wegen geringfügiger Abweichung von der Vorlage verlangt werden.

3.  Skizze, Entwürfe, Probesatz, Probedrucke, Korrekturabzüge, Änderung angelieferter/ übertragener Daten und ähnliche Vorarbeiten, die vom Auftraggeber veranlasst sind, werden berechnet. Gleiches gilt für Datenübertragungen (z. B. per ISDN).  

III. Zahlung

1.  Die Zahlung hat sofort nach Erhalt der Rechnung ohne jeden Abzug zu erfolgen. Eine etwaige Skontovereinbarung bezieht sich nicht auf Fracht, Porto, Versicherung oder sonstige Versandkosten. Die Rechnung wird unter dem Tag der Lieferung, Teillieferung oder Lieferbereitschaft (Holschuld, Annahmeverzug) ausgestellt. Wechsel werden nur nach besonderer Vereinbarung und zahlungshalber ohne Skontogewährung angenommen. Zinsen und Spesen trägt der Auftraggeber. Sie sind vom Auftraggeber sofort zu zahlen. Für die rechtzeitige Vorlegung, Protestierung, Benachrichtigung und Zurückleitung des Wechsels bei Nichteinlösung haftet der Auftragnehmer nicht, sofern ihm oder seinem Erfüllungsgehilfen nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fallen.

2.  Bei außergewöhnlichen Vorleistungen kann angemessene Vorauszahlung verlangt werden.

3.  Der Auftraggeber kann nur mit einer unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderung aufrechnen oder ein Zurückbehaltungsrecht ausüben.

4.  Ist die Erfüllung des Zahlungsanspruches wegen einer nach Vertragsschluss bekannt gewordenen wesentlichen Verschlechterung der Vermögensverhältnisse des Auftraggebers gefährdet, so kann der Auftragnehmer Vorauszahlung verlangen, noch nicht ausgelieferte Ware zurückhalten, sowie die Weiterarbeit einstellen. Diese Rechte stehen dem Auftragnehmer auch zu, wenn der Auftraggeber sich mit der Bezahlung von Lieferungen in Verzug befindet, die auf demselben rechtlichen Verhältnis beruhen.

5.  Bei Zahlungsverzug sind Verzugszinsen in Höhe von 8 % über den jeweiligen Basiszinssatz zu zahlen. Die Geltendmachung darüber hinausgehender Schäden wird hierdurch nicht ausgeschlossen.  

IV. Lieferung

1.  Soll die Ware versendet werden, geht die Gefahr auf den Auftraggeber über, sobald die Sendung an die den Transport durchführende Person übergeben worden ist.

2.  Liefertermine sind nur gültig, wenn sie vom Auftragnehmer ausdrücklich bestätigt werden und der Auftraggeber alle Druckunterlagen, Druckmuster und Manuskripte termingerecht zur Verfügung stellt, sowie Druckfreigaben und Einwilligungen in Ausführungsvorlagen rechtzeitig erteilt. Wird der Vertrag schriftlich abgeschlossen, bedarf auch die Bestätigung über den Liefertermin der Schriftform.

3.  Gerät der Auftragnehmer in Verzug, so ist ihm zunächst eine angemessene Nachfrist zu gewähren. Nach fruchtlosem Ablauf der Nachfrist kann der Auftraggeber vom Vertrag zurücktreten.

4.  Betriebsstörungen – sowohl im Betrieb des Auftragnehmers als auch in dem eines Zulieferers – wie z. B. Streik, Aussperrung sowie alle sonstigen Fälle höherer Gewalt berechtigen erst dann zur Kündigung des Vertrages, wenn dem Auftraggeber ein weiteres Abwarten nicht mehr zugemutet werden kann, anderenfalls verlängert sich die vereinbarte Lieferfrist um die Dauer der Verzögerung. Eine Kündigung ist jedoch frühestens vier Wochen nach Eintritt der oben beschriebenen Betriebsstörung möglich. Eine Haftung des Auftragnehmers ist in diesen Fällen ausgeschlossen.

5.  Im kaufmännischen Verkehr steht dem Auftragnehmer an vom Auftraggeber angelieferten Druck- und Stempelvorlagen, Manuskripten, Rohmaterialien und sonstigen Gegenständen ein Zurückbehaltungsrecht gemäß § 369 HGB bis zur vollständigen Erfüllung aller fälligen Forderungen aus der Geschäftsverbindung zu.

6.  Der Auftragnehmer nimmt im Rahmen der ihm aufgrund der Verpackungsverordnung obliegenden Pflichten Verpackungen zurück. Der Auftraggeber kann Verpackungen im Betrieb des Auftragnehmers zu den üblichen Geschäftszeiten nach rechtzeitiger vorheriger Anmeldung zurückgeben, es sei denn, ihm ist eine andere Annahme-/ Sammelstelle benannt worden. Die Verpackungen können dem Auftragnehmer auch bei der Lieferung zurückgegeben werden, es sei denn dem Auftragnehmer ist eine andere Annahme-/Sammelstelle benannt worden. Zurückgenommen werden Verpackungen nur unmittelbar nach Auslieferung der Ware, bei Folgelieferungen nur nach rechtzeitiger vorheriger Mitteilung und Bereitstellung. Die Kosten des Transportes der gebrauchten Verpackungen trägt der Auftraggeber. Ist eine benannte Annahme-/ Sammelstelle weiter entfernt als der Betrieb des Auftragnehmers, so trägt der Auftraggeber lediglich die Transportkosten, die für eine Entfernung bis zum Betrieb des Auftragnehmers entstehen würden. Die zurück gegebenen Verpackungen müssen sauber, frei von Fremdstoffen und nach unterschiedlicher Verpackung sortiert sein. Anderenfalls ist der Auftragnehmer berechtigt, vom Auftraggeber die bei der Entsorgung entstehenden Mehrkosten zu verlangen.  

V. Abrufaufträge

1.  Die bestellte Ware ist spätestens zu den vereinbarten Lieferterminen abzunehmen.

2.  Der Auftragnehmer hat das Recht, die Restbestände eines Abrufauftrages spätestens sechs Monate nach vereinbartem ersten Bereitstellungstermin an den Auftraggeber zu liefern und zu berechnen.  

VI. Eigentumsvorbehalt

1.  Der Auftragnehmer behält sich das Eigentum an der Ware vor, bis sämtliche Forderungen des Auftragnehmers gegen den Auftraggeber aus der Geschäftsverbindung einschließlich der künftig entstehenden Forderungen auch aus gleichzeitig oder später abgeschlossenen Verträgen beglichen sind. Das gilt auch dann, wenn einzelne oder sämtliche Forderungen des Auftragnehmers in eine laufende Rechnung aufgenommen wurden und der Saldo gezogen und anerkannt ist.

2.  Die nachfolgende Regelung gilt nur im kaufmännischen Verkehr: Bei vertragswidrigem Verhalten des Auftraggebers, insbesondere bei Zahlungsverzug, ist der Auftragnehmer berechtigt, den Liefergegenstand zurückzunehmen; der Auftraggeber ist zur Herausgabe verpflichtet. In der Zurücknahme des Liefergegenstandes durch den Auftragnehmer liegt kein Rücktritt vom Vertrag, es sei denn, der Auftragnehmer hätte dies ausdrücklich schriftlich erklärt. Bei Pfändungen oder sonstigen Eingriffen Dritter hat der Auftraggeber den Auftragnehmer unverzüglich schriftlich zu benachrichtigen, damit der Auftragnehmer Klage gemäß § 771 ZPO erheben oder sonstige geeignete Maßnahmen ergreifen kann. Soweit der Dritte nicht in der Lage ist, dem Auftragnehmer die gerichtlichen und außergerichtlichen Kosten einer Klage gemäß § 771 ZPO zu erstatten, haftet der Auftraggeber für den dem Auftragnehmer entstandenen Ausfall.

3.  Der Auftraggeber ist zur Weiterveräußerung der Vorbehaltsware im ordnungsgemäßen Geschäftsgang nur dann berechtigt, wenn er dem Auftragnehmer hiermit schon jetzt alle Forderungen abtritt, die ihm aus der Weiterveräußerung gegen Abnehmer oder gegen Dritte erwachsen. Wird Vorbehaltsware unverarbeitet oder nach Verarbeitung oder Verbindung mit Gegenständen, die ausschließlich im Eigentum des Auftraggebers stehen, veräußert, so tritt der Auftraggeber schon jetzt die aus der Weiterveräußerung entstehenden Forderungen in voller Höhe an den Auftragnehmer ab. Wird Vorbehaltsware vom Auftraggeber – nach Verarbeitung/Verbindung – zusammen mit nicht dem Auftragnehmer gehörender Ware veräußert, so tritt der Auftraggeber schon jetzt die aus der Weiterveräußerung entstehenden Forderungen in Höhe des Wertes der Vorbehaltsware mit allen Nebenrechten und im Rang vor dem Rest ab. Der Auftragnehmer nimmt die Abtretung an. Zur Einziehung dieser Forderung ist der Auftraggeber auch nach Abtretung ermächtigt. Die Befugnis des Auftragnehmers, die Forderungen selbst einzuziehen, bleibt hiervon unberührt; jedoch verpflichtet sich der Auftragnehmer, die Forderungen nicht einzuziehen, solange der Auftraggeber seinen Zahlungs- und sonstigen Verpflichtungen ordnungsgemäß nachkommt. Der Auftragnehmer kann verlangen, dass der Auftraggeber ihm die abgetretenen Forderungen und deren Schuldner bekannt gibt, alle zum Einzug erforderlichen Angaben macht, die dazu gehörigen Unterlagen aushändigt und den Schuldnern die Abtretung mitteilt.

4.  Eine etwaige Be- oder Verarbeitung der Vorbehaltsware nimmt der Auftraggeber für den Auftragnehmer vor, ohne dass für Letzteren daraus Verpflichtungen entstehen. Bei Verarbeitung, Verbindung, Vermischung oder Vermengung der Vorbehaltsware mit anderen, nicht dem Auftragnehmer gehörenden Waren, steht dem Auftragnehmer der dabei entstehende Miteigentumsanteil an der neuen Sache im Verhältnis des Wertes der Vorbehaltsware zu der übrigen verarbeiteten Ware zum Zeitpunkt der Verarbeitung, Verbindung, Vermischung oder Vermengung zu. Erwirbt der Auftraggeber das Alleineigentum an der neuen Sache, so sind sich die Vertragspartner darüber einig, dass der Auftraggeber dem Auftragnehmer im Verhältnis des Wertes der verarbeiteten bzw. verbundenen, vermischten oder vermengten Vorbehaltsware Miteigentum an der neuen Sache einräumt und diese unentgeltlich für den Auftragnehmer verwahrt.

5.  Wird im Zusammenhang mit der Bezahlung des Kaufpreises durch den Auftraggeber eine wechselmäßige Haftung des Auftraggebers begründet, so erlischt der Eigentumsvorbehalt sowie die diesem zugrunde liegenden Forderung aus Warenlieferungen nicht vor Einlösung des Wechsels durch den Auftraggeber als Bezogener.

6.  Der Auftragnehmer verpflichtet sich, die ihm zustehenden Sicherheiten insoweit auf Verlangen des Auftraggebers freizugeben, als ihr Wert die zu sichernden Forderungen, soweit diese noch nicht beglichen sind, um mehr als 20 % übersteigt.

7.  Der Auftragnehmer behält sich das Eigentum oder Urheberrecht an allen von ihm abgegebenen Angeboten und Kostenvoranschlägen sowie dem Auftraggeber zur Verfügung gestellten Zeichnungen, Abbildungen, Berechnungen, Prospekten, Katalogen, Modellen, Werkzeugen und anderen Unterlagen und Hilfsmitteln vor. Der Auftraggeber darf diese Gegenstände ohne ausdrückliche Zustimmung des Auftragnehmers weder als solche noch inhaltlich Dritten zugänglich machen, sie bekannt geben, selbst oder durch Dritte nutzen oder vervielfältigen. Er hat auf Verlangen des Auftragnehmers diese Gegenstände vollständig an diesen zurückzugeben und eventuell gefertigte Kopien zu vernichten, wenn sie von ihm im ordnungsgemäßen Geschäftsgang nicht mehr benötigt werden oder wenn Verhandlungen nicht zum Abschluss eines Vertrages führen.  

VII. Beanstandungen/Gewährleistungen

1.  Der Auftraggeber hat die Vertragsgemäßheit der gelieferten Ware sowie der zur Korrektur übersandten Vor- und Zwischenerzeugnisse in jedem Fall zu prüfen. Die Gefahr etwaiger Fehler geht mit der Druckreiferklärung/ Fertigungsreiferklärung auf den Auftraggeber über, soweit es sich nicht um Fehler handelt, die erst in dem sich an die Druckreiferklärung / Fertigungsreiferklärung anschließenden Fertigungsvorgang entstanden sind oder erkannt werden konnten. Das Gleiche gilt für alle sonstigen Freigabeerklärungen des Auftraggebers.

2.  Offensichtliche Mängel müssen dem Auftragnehmer innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach Empfang der Ware angezeigt werden, andernfalls ist die Geltendmachung des Gewährleistungsanspruchs ausgeschlossen. Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung. Dem Auftraggeber trifft die volle Beweislast für sämtliche Anspruchsvoraussetzungen, insbesondere für den Mangel selbst, für den Zeitpunkt der Feststellung des Mangels und für die Rechtzeitigkeit der Mängelrüge.

3.  Bei berechtigen Beanstandungen ist der Auftragnehmer nach seiner Wahl unter Ausschluss anderer Ansprüche zur Nachbesserung und/ oder Ersatzlieferung verpflichtet. Im Falle verzögerter, unterlassener oder misslungener Nachbesserung oder Ersatzlieferung kann der Auftraggeber Herabsetzung der Vergütung (Minderung) oder Rückgängigmachung des Vertrages (Rücktritt) verlangen. Bei einer nur geringfügigen Vertragswidrigkeit, insbesondere bei nur geringfügigen Mängeln, steht dem Auftraggeber jedoch kein Rücktrittsrecht zu.

4.  Wählt der Auftraggeber wegen eines Rechts- oder Sachmangels nach gescheiterter Nacherfüllung den Rücktritt vom Vertrag, steht ihm daneben kein Schadenersatzanspruch wegen des Mangels zu. Wählt der Auftraggeber nach gescheiterter Nacherfüllung Schadenersatz, verbleibt die Ware beim Auftraggeber, wenn ihm dies zumutbar ist. Der Schadenersatz beschränkt sich auf die Differenz zwischen Kaufpreis und Wert der mangelhaften Sache. Dies gilt nicht, wenn der Auftragnehmer die Vertragsverletzung arglistig verursacht hat.

5.  Die Gewährleistungsfrist beträgt ein Jahr ab Ablieferung der Ware. Das gilt nicht, wenn der Auftraggeber den Mangel nicht rechtzeitig angezeigt hat.

6.  Mängel eines Teils der gelieferten Ware berechtigten nicht zur Beanstandung der gesamten Lieferung, es sei denn, dass die Teillieferung für den Auftraggeber ohne Interesse ist.

7.  Bei farbigen Reproduktionen in allen Herstellungsverfahren können geringfügige Abweichungen vom Original nicht beanstandet werden. Das Gleiche gilt für den Vergleich zwischen sonstigen Vorlagen (z. B. Digital Proofs, Andrucken) und dem Endprodukt.

8.  Für Abweichungen in der Beschaffenheit des eingesetzten Materials haftet der Auftragnehmer nur bis zur Höhe des Auftragswertes.

9.  Zulieferungen (insbesondere Datenträger, übertragene Daten, Druckplatten usw.) durch den Auftraggeber oder durch einen von ihm eingeschalteten Dritten unterliegen keiner Prüfungspflicht seitens des Auftragnehmers. Führen Mängel in den Zulieferungen zu Mängeln im Druckergebnis erlischt hierfür jegliche Gewährleistung. Dies gilt nicht für offensichtlich nicht verarbeitungsfähige oder nicht lesbare Daten. Bei Datenübertragungen hat der Auftraggeber vor Übersendung jeweils dem neuesten technischen Stand entsprechende Schutzprogramme für Computerviren einzusetzen. Die Datensicherung obliegt allein dem Auftraggeber. Der Auftragnehmer ist berechtigt, eine Kopie anzufertigen.

10.  Mehr- oder Minderlieferungen bis zu 10 % der bestellten Auflage können nicht beanstandet werden. Berechnet wird die gelieferte Menge. Bei Lieferungen aus Papiersonderanfertigungen unter 1.000 kg erhöht sich der Prozentsatz auf 20 %, unter 2.000 kg auf 15 %.  

VIII. Haftung

1.  Bei leicht fahrlässigen Pflichtverletzungen beschränkt sich die Haftung des Auftragnehmers auf den nach der Art der Ware vorhersehbaren, vertragstypischen, unmittelbaren Durchschnittsschaden. Dies gilt auch bei leicht fahrlässigen Pflichtverletzungen der gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen. Bei leicht fahrlässiger Verletzung von unwesentlichen Vertragspflichten besteht keine Haftung.

2.  Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen betreffen nicht Ansprüche des Auftraggebers aus Produkthaftung. Weiter gelten die Haftungsbeschränkungen nicht bei dem Auftragnehmer zurechenbaren Körper- und Gesundheitsschäden, bei Verlust des Lebens des Auftraggebers oder bei Verletzung von Garantien.

3.  Schadenersatzansprüche des Auftraggebers wegen eines Mangels verjähren nach einem Jahr ab Ablieferung der Ware. Dies gilt nicht, wenn dem Auftragnehmer Arglist vorwerfbar ist.  

IX. Handelsbrauch

Im kaufmännischen Verkehr gelten die Handelsbräuche der Druckindustrie (z. B.  Mehr- oder Minderlieferungen, keine Herausgabepflicht von Zwischenerzeugnissen wie Daten, Lithos oder Druckplatten, die zur Herstellung des geschuldeten Endproduktes erstellt werden), sofern kein abweichender Auftrag erteilt wurde.  

X. Archivierung

Dem Auftraggeber zustehende Produkte, insbesondere Daten und Datenträger, werden vom Auftragnehmer nur nach ausdrücklicher Vereinbarung und gegen besondere Vergütung über den Zeitpunkt der Übergabe des Endproduktes an den Auftraggeber oder seine Erfüllungsgehilfen hinaus archiviert. Eine mögliche Archivierung von Zwischen- und Endprodukten erfolgt längstens für 3 Monate. Der Auftraggeber erklärt bereits bei Auftragserteilung sein Einverständnis zur Vernichtung aller Zwischen- und Endprodukten nach Ablauf von 3 Monaten. Sollen die vorbezeichneten Gegenstände versichert werden, so hat dies bei fehlender Vereinbarung der Auftraggeber selbst zu besorgen.  

XI. Periodische

Arbeiten Verträge über regelmäßig wiederkehrende Arbeiten können mit einer Frist von mindestens 3 Monaten zum Schluss eines Monats gekündigt werden.  

XII. Gewerbliche Schutzrechte/Urheberrechte

Der Auftraggeber haftet allein, wenn durch die Ausführung seines Auftrages Rechte Dritter, insbesondere Urheberrechte, verletzt werden. Der Auftraggeber stellt den Auftragnehmer von allen Ansprüchen Dritter wegen einer solchen Rechtsverletzung frei.  

XIII. Schlussbestimmungen

1.  Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Bestimmungen des UN-Kaufrechts finden keine Anwendung.

2.  Erfüllungsort und Gerichtsstand ist, wenn der Auftraggeber Kaufmann im Sinne des HGB ist oder im Inland keinen allgemeinen Gerichtsstand hat, für alle sich aus dem Vertragsverhältnis ergebenden Streitigkeiten einschließlich Scheck-, Wechsel- und Urkundenprozessen der Sitz des Auftragnehmers.

3.  Sollten einzelne Bestimmungen des Vertrages einschließlich der Allgemeinen Geschäftsbedingungen ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird  hierdurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Die ganz oder teilweise unwirksame Regelung soll durch eine Regelung ersetzt werden, deren wirtschaftlicher Erfolg dem der unwirksamen möglichst nahe kommt.

Stand: 01.03.2016

 

Allgemeine Einkaufsbedingungen

1. Verbindlichkeit unserer Einkaufsbedingungen und unserer technischen Bestellvorschriften

Nachfolgende Bedingungen sind für die Abwicklung der von uns erteilten Bestellungen und technischen Bestellvorschriften allein verbindlich. Etwaigen anderslautenden oder abweichenden allgemeinen Geschäfts- und Lieferbedingungen des Lieferanten wird hiermit widersprochen und sie gelten als abgedungen. Abweichungen erkennen wir nur an, wenn diese schriftlich durch uns genehmigt sind. Genehmigte Abweichungen gelten nur für das Geschäft, für das sie vereinbart wurden und müssen für jeden neuen Auftrag neu bestätigt werden. Unsere Mitarbeiter sind nicht bevollmächtigt auf Lieferscheinen, Empfangsquittungen und dergleichen, die Geltung anderer als dieser Einkaufsbedingungen zu vereinbaren.

2. Vertragsschluss

Rechtsverbindlich sind nur die von uns schriftlich gegebenen Bestellungen oder Aufträge. Mündliche oder telefonische Absprachen oder Aufträge, auch soweit sie in einer schriftlichen Bestätigung enthalten sind, werden erst mit unserer schriftlichen Bestätigung für uns bindend. Für den Lieferanten gilt die Bestellung als stillschweigend angenommen, wenn er nicht innerhalb von einer Woche Gegenteiliges mitteilt.

3. Preise

Die von uns genannten Preise gelten in EURO, einschließlich Fracht, innerer und äußerer Verpackung und ausschließlich Umsatzsteuer.

Preiserhöhungen – gleich aus welchem Grunde – bedürfen unserer ausdrücklichen Genehmigung.

Steht zum Zeitpunkt der Auftragserteilung der Preis noch nicht fest, so ist uns dieser spätestens mit der Auftragsbestätigung aufzugeben. In diesem Fall haben wir jedoch das Recht, innerhalb einer Frist von einer Woche nach Eingang der Auftragsbestätigung von unserer Bestellung kostenfrei zurückzutreten. 

4. Gefahrtragung

Die Gefahr der Verschlechterung, des Untergangs und der Versendung der Ware geht erst zu dem Zeitpunkt auf uns über, wenn die Ware die vereinbarte Verwendungsstelle erreicht hat.

5. Produktauswahl

Energiebezogene Leistungskriterien werden bei der Auswahl von relevanten Produkten berücksichtigt.

6. Lieferfristen und Termine

Bei nicht fristgemäßer Lieferung – auch unverschuldeter – sind wir nach Setzen einer Nachfrist berechtigt, vom Kaufvertrag zurückzutreten. Teillieferungen dürfen wir behalten und im Übrigen vom Vertrag zurücktreten. Ist ein Fixgeschäft im Sinne des § 376 HGB vereinbart, sind wir bei Überschreiten der Lieferfristen und -termine durch den Lieferanten berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten oder im Falle des Verzuges des Lieferanten Schadenersatz wegen Nichterfüllung zu verlangen. Dasselbe gilt hinsichtlich der Gesamtleistung auch dann, wenn bei Teillieferungen Fixtermine überschritten werden. Behalten wir Teillieferungen, dürfen wir im Übrigen vom Vertrag zurücktreten. Bei Vorliegen eines Fixgeschäftes sind wir berechtigt, als Schadenersatz nach unserer Wahl entweder den Unterschied des vereinbarten Kaufpreises zu dem Börsen- oder Marktpreis – am Leistungsort oder die Mehrkosten für einen Deckungskauf zu verlangen.

Wir sind in der Wahl, wie der Deckungskauf vorgenommen werden soll, frei und nicht verpflichtet, den Kauf im Wege öffentlicher Versteigerungen oder bei den in § 376 HGB bestimmten Personen vorzunehmen. Die Frist, innerhalb der der Deckungskauf erfolgen soll, soll 2 Wochen nicht überschreiten und beginnt mit dem Bekanntwerden des Lieferverzugs. Der Lieferant ist im Falle seines Verzuges auch zum Ersatz des Schadens verpflichtet, der unseren Abnehmern durch die nicht rechtzeitige Lieferung entsteht.

Sobald der Lieferant erkennt oder bei sachgemäßer Sorgfalt hätte erkennen müssen, dass er die vorgeschriebenen Lieferfristen und -termine voraussichtlich nicht ganz oder nur teilweise nicht einhalten kann, ist er zur sofortigen, je nach Lage des Falles auch zu schriftlicher Benachrichtigung verpflichtet. Gründe und voraussichtliche Dauer der Verzögerung sind anzugeben. Dem Lieferanten obliegt der Beweis, dass ihn an der nicht rechtzeitigen Benachrichtigung kein Verschulden trifft. Kommt der Lieferant seiner Benachrichtigungspflicht nicht nach, ist er zum Ersatz des uns daraus entstehenden Schaden verpflichtet.

7. Freigabe

Bei jedem Werk- bzw. Werklieferungsvertrag ist unsere Freigabe, nach unserer Wahl im Werk des Lieferanten oder bei uns, einzuholen.

8. Abnahme

Fälle höherer Gewalt sowie von Betriebsstörungen, Streiks, Aussperrungen, Unruhen, behördlicher Anordnung und dergleichen, die nicht in unserem Einflussbereich liegen, entbinden uns von der Verpflichtung zur Abnahme der bestellten Ware und berechtigten uns, bei nicht nur vorübergehender Leistungsverzögerung, ganz oder teilweise vom Vertrag kostenfrei zurückzutreten. Sämtliche Ansprüche gegen uns sind in diesen Fällen ausgeschlossen.

In anderen Fällen sind wir berechtigt, die Abnahme bis zu einem Monat hinauszuschieben, ohne dass der Lieferant hieraus Mehrforderungen oder andere Rechte gegen uns geltend machen kann. Verschiebt sich die Abnahme um mehr als einen Monat und geraten wir in Annahmeverzug, kann der Lieferant nur die ihm tatsächlich entstandenen und nachgewiesenen Mehraufwendungen geltend machen. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen.

9. Dokumente

Der Lieferant hat uns alle die Ware betreffenden Dokumente (ausgefüllte Garantiescheine, Prüfzeugnisse, Gebrauchsanweisungen, Einbauanleitungen und dergleichen) unentgeltlich und kostenfrei bei Lieferung der Ware zu übergeben.

10. Versand der Ware

Der Versand erfolgt auf Rechnung und Gefahr des Lieferanten frei Haus an die von uns angegebene Versandanschrift.

Jeder Lieferung ist ein Lieferschein mit Angabe unserer Bestellnummer, unseres Bestelldatums und des Inhalts beizufügen.

11. Rechnungsstellung

Die in unserem Bestellformular angeführte Bestellnummer sind überall im Schriftwechsel, wie Versandanzeigen, Lieferscheinen und Rechnungen anzugeben.

Rechnungen sind in doppelter Ausführung sofort bei Versand der Ware einzureichen.

12. Zahlungsbedingungen

Die Zahlungen erfolgen nach Lieferung und Rechnungseingang innerhalb von 30 Tagen unter Abzug von 3% Skonto, oder innerhalb von 60 Tagen ohne Abzug.

13. Gewährleistung

Alle vom Lieferanten gelieferten Sachgüter/erbrachten Leistungen entsprechen dem neuesten Stand der Technik, den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen und den Richtlinien von Behörden, Berufsgenossenschaften und Fachverbänden.

Bei längeren Geschäftsbeziehungen verpflichtet sich der Lieferant, etwaige Veränderungen im Produktionsprozess unverzüglich mitzuteilen, sofern sich hierdurch Auswirkungen auf die Beschaffenheit und Tauglichkeit der Ware ergeben.

Der Lieferant erstellt im Rahmen seiner wirtschaftlichen und technischen Möglichkeiten die vertraglich vereinbarten Produkte und Leistungen möglichst umweltfreundlich.

Bei Lieferung mangelhafter Ware oder Erstellen eines mangelhaften Werks haben wir die gesetzlichen Mängelansprüche.

Mangelhafte Ware kann auf Kosten und Gefahr des Lieferanten zurückgesandt werden.

Die Mängelansprüche verjähren, sofern der Lieferant den Mangel nicht arglistig verschwiegen hat, mit Ablauf von 2 Jahren nach Ablieferung bzw. Werksabnahme der Sachgüter oder der sonstigen Leistungen.

Soweit §§ 377, 378 HGB Anwendung finden, ist die Mängelanzeige rechtzeitig, wenn sie innerhalb von 8 Werktagen, gerechnet ab Ablieferung bzw. ab Entdeckung eines zunächst nicht erkennbaren Mangels, abgesandt ist.

Ist für die Mängelbeseitigung keine Sicherheit vereinbart und liegt ein Eröffnungsgrund für das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Auftragnehmers vor, sind wir berechtigt, bis zum Ablauf der Verjährungsfrist für Mängelansprüche einen Sicherungseinbehalt in Höhe von 3 v. H. der Netto-Auftragssumme vorzunehmen.

14. Haftungsübernahme

Der Lieferant haftet für alle von ihm zu vertretenden Schäden und stellt uns in diesen Fällen von Haftungsansprüchen Dritter frei. Darüber hinaus wird er alle Maßnahmen ergreifen, um die von ihm zu vertretenden Schäden zu begrenzen bzw. zu beheben.

15. Angelieferte Materialien

Werden dem Lieferanten Materialien, die in unserem Eigentum stehen, angeliefert, verbleiben diese in unserem Eigentum. Eine Be- oder Verarbeitung der Materialien nimmt der Lieferant nur für uns vor. Bei Verarbeitung oder Verbindung der Materialien mit anderen, nicht uns gehörenden Waren steht uns bis zur vollständigen Eigentumsverschaffung der dabei entstehende Miteigentumsanteil an der neuen Sache im Verhältnis des Wertes der angelieferten Materialien zu der übrigen verarbeiteten Ware zum Zeitpunkt der Verarbeitung oder Verbindung zu. Erwirbt der Lieferant das Alleineigentum an den neuen Sachen, so sind sich die Vertragspartner darüber einig, daß uns der Lieferant im Verhältnis des Wertes der verarbeiteten bzw. verbundenen Materialien Miteigentum an der neuen Sache einräumt.

Beschädigt der Lieferant die von uns angelieferten Materialien oder verarbeitet diese nicht im Wege ordentlicher Geschäftsbesorgung, so hat er uns den hieraus entstehenden Schaden zu ersetzen.

16. Aufrechnung

Wir sind berechtigt, alle unsere Ansprüche, die uns aus diesem Vertrag oder aus früheren Geschäften gegen den Lieferanten zustehen, mit Forderungen des Lieferanten aufzurechnen. Bei gegenseitiger Geschäftsverbindung können wir mit Gegenforderungen aufrechnen, gleich welcher Art sie auch sein mögen.

17. Abtretungsverbot

Forderungen des Lieferanten aus der Geschäftsverbindung mit uns können nicht an Dritte abgetreten oder mit Rechten Dritter belastet werden.

18. Erfüllungsort

Erfüllungsort für alle Rechte und Pflichte aus der Geschäftsbeziehung ist Oerlinghausen oder der von uns bestimmte Ort. Für Zahlungen ist im kaufmännischen Verkehr Bielefeld Erfüllungsort.

19. Gerichtsstand

Gerichtsstand ist Bielefeld.

20. Anwendbares Recht

Die Anwendung des einheitlichen internationalen Kaufrechts wird ausgeschlossen. Für die gesamte Rechtsbeziehung mit uns gilt deutsches Recht.

21. Unwirksamkeit von Vertragsteilen

Bei Unwirksamkeit eines Teils der vorstehenden Bedingungen wird die Wirksamkeit des anderen Teils nicht berührt. Die unwirksame Vorschrift wird durch eine wirksame Regelung ersetzt, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen möglichst nahe kommt.

 

Stand: 01.03.2016